Schulraumplanung 2025


Es wird eng in der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. Die zur Verfügung stehenden Zimmer und Räume stossen langsam an ihre Kapazitätsgrenzen, welche heute nur mit sorgfältiger Planung umgangen werden können. Nebst steigenden Schülerzahlen haben die zusätzlichen Anforderungen und Aufgaben sowie veränderte Unterrichtsformen eine gleichzeitig erhöhte Nachfrage nach Räumen zur Folge.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Schulhaus Otmar (Baujahr 1870) nicht mehr den gängigen energetischen, baulichen und schulischen Ansprüchen genügt. Seit Jahren wird deshalb nur noch das Dringendste an Unterhalt durchgeführt.

In einem mehrjährigen und partitiven Entscheidungsprozess haben sich die Schulbürgerinnen und Schulbürger über mehrere Abstimmungen hinweg in einem mehrstufigen Auswahlverfahren die Parzelle «Weidegg» in Arnegg als neues Schulhausstandort ausgewählt.

Der Schulrat hat mit Anaïs Architektur in Zürich, der Gewinnerin aus dem Studienauftrag und den Fachplanern das Projekt konkretisiert und an die Bedürfnisse der Schule angepasst. Dieser wichtige Prozess stellte sich als eine komplexere Herausforderung heraus. Dabei wurden die Grundanforderungen aus dem Raumprogramm und der Pädagogik präzisiert, technische Vorschriften (z.B. Brandschutz, Statik etc.) berücksichtigt und mit den praktischen Inputs aus den täglichen Prozessen (z.B. Unterhalt) in Einklang gebracht werden. Weil es nicht nur die eine, richtige Lösung gibt, gilt es, die verschiedenen Alternativen abzuwägen und dabei auch finanzierbare Kompromisse zu finden.

Während die Grundrisse für das Schulhaus und das aBa-Gebäude weitgehendst feststanden, waren noch einige Fragen für die separat geplante Sporthalle zu klären. Parallel dazu werden auch die Aussenräume definiert. Ein Schulhaus-, bzw. Pausenplatz muss den Anforderungen verschiedenster Anspruchsgruppen genügen. Kinder vom kleinen Kindergarten bis zur 6. Klasse (4.-12. Altersjahr) verbringen Ihre Pausen und ihre Freizeit auf dem Gelände. Entsprechend sind verschiedene altersgerechte Zonen einzuplanen. Nicht vergessen darf dabei der Ersatz des bestehenden Beachvolleyballplatzes.

Das aus dem Studienauftrag hervorgegangene Siegerprojekt wurde komplett überarbeitet, jedes Detail kritisch hinterfragt und um Entscheidungen gerungen. So wurden tragfähige Kompromisse getroffen aus einer Kombination zwischen Qualität, Kosten, Funktionalität und Ästhetik.

Das Schulhaus beinhaltet zwei Gebäudetrakte im Holzbau mit je einem erdbebensicheren Betonkern im Zentrum: das Schulhaus mit 9 Klassenzimmern und 2 Kindergärten (Ersatz für Doppelkindergarten Weidegg) sowie den aBa-Trakt für die ausserschulische Nutzung wie Betreuung und Mittagstisch.

Die neue optionale Sporthalle fügt sich dem aBa-Trakt an. Der zusätzliche Bedarf für die Sporthalle durch die Schule wie auch durch die ortsansässigen Vereine ist mittels eines unabhängigen Gutachtens bestätigt und ausgewiesen.

Am 14. April 2024 entscheiden die Schulbürger:innen an der Urne über die beiden separaten Baukredite ab.

Was bisher geschah

30.01.2024 – Informationsanlass zu den Kreditvorlagen um 19:30 Uhr im Bühnensaal Schulhaus Ebnet
Einige Tage vor dem Informationsanlass wird die nächste umfassende Informationsbroschüre in alle Haushalte verteilt.

23.12.2022 – Studienauftrag und Juryentscheid
Der Studienauftrag zum Schulhausneubau ist abgeschlossen und der Beitrag von anaïs architektur in Zürich zum Siegerprojekt auserwählt. Infoveranstaltungen über das Siegerprojekt und die weiteren Architekturbeiträge haben im Januar 2023 stattgefunden. In den nächsten Wochen und Monaten erfolgt die Detailplanung. In verschiedenen Sitzungen mit den unterschiedlichen Nutzergruppen werden nochmals Bedürfnisse geklärt und in die Detailplanung integriert, ohne dabei die Kosten ausser Acht zu lassen. Parallel dazu wird die ausserschulische Nutzung geklärt, aber auch die Erweiterung mit einem Mehrzweckgebäude geplant (Antrag und Beschluss aus der Schulbürgerversammlung im April 2022). Dies erfolgt unter der Prämisse, dass über den eigentlichen Schulhausbau wie auch über die optionale Erweiterung getrennt abgestimmt werden kann.

08.07.2022 – Auftrag für Planung Mehrzweckgebäude
Bedarfsklärung mit lokalen Vereinen: Anlässlich der Schulbürgerversammlung 2022 wurde der Schulrat auf Antrag aus der Bevölkerung beauftragt, nebst dem Schulhaus auch ein Mehrzweckgebäude (Turnhalle/Aula/Office etc.) einzuplanen. Um die konkreten Bedürfnisse für diese ausserschulische Nutzung der Anlagen zu klären, wurden sämtliche Andwil-Arnegger Vereine eingeladen, ihren Raumbedarf und ihre zusätzlichen Wünsche zu äussern.
Die erfreulich grosse Rückmeldung zeigt, wo der Schuh der Vereine drückt und wo der grösste Handlungsbedarf besteht. Nicht ganz überraschend wurde die vorhandene Hallenkapazität als zu klein bemängelt. Die verschiedenen Turn- und Sportvereine haben zunehmend Schwierigkeiten, nicht nur den zukünftigen, sondern schon den aktuellen Bedarf mit freien Turnhalleneinheiten abzudecken.
Doch es fehle auch an geeigneten Lokalitäten für die Chöre, Theatergruppen, Gymnastikgruppen oder aber einfache Sitzungszimmer für Vorstandssitzungen etc. In enger Zusammenarbeit mit der Dorfkorporation Arnegg sowie der Stadt Gossau wurde eine Auslegeordnung erstellt. Dabei wurden auch die bereits bestehende lokale und regionale Infrastruktur mitberücksichtigt.
Die Ergebnisse sind in den laufenden Studienauftrag für das Schulhaus eingeflossen. .

28.11.2021 – Standortentscheid
An der Urnenabstimmung hat die Bürgerschaft dem Projektierungskredit für einen Neubau in Arnegg zugestimmt.

Nach über 4 Jahren Vorarbeit, ursprünglich 10 verschiedene Varianten, mehreren Dokumentationen, unzähligen Informationsveranstaltungen und drei Zwischenabstimmungen haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schulgemeinde Andwil-Arnegg am 28. November 2021 einen wichtigen Richtungsentscheid gefällt. Mit überwältigendem Mehr hat sich der Souverän an der Urne für ein Schulhaus-Neubau in Arnegg entschieden.

Der Schulrat ist äusserst erfreut über das klare Resultat und dankt der Schulbürgerschaft, dass Sie den Argumenten sowie der Empfehlung des Schulrates gefolgt sind. Das eindeutige Ergebnis zeigt auch, dass in dieser gesellschaftspolitischen sehr wichtigen Frage kein Graben durch die beiden Dörfern führt und der Entscheid sowohl von Andwil als auch Arnegg getragen wird.

Die Stimmbeteiligung beträgt 46.75% (1275 Stimmabgaben). Dabei war die Mobilisierung in Andwil mit 51% (757) leicht höher als in Arnegg mit 38.5% (479).

29.09.2021
An der ausserordentlichen Schulbürgerversammlung bezüglich Projektierungskredit und dem dazugehörenden Variantenentscheid (Standortfrage) des neuen Schulhauses haben die Schulbürgerinnen und Schulbürger beschlossen, über die Anträge eine Urnenabstimmung durchzuführen.

30.08.2021
An der Informationsveranstaltung wurde über Projektdetails informiert betreffend den definitiven Variantenentscheid sowie die Genehmigung des Projektierungskredits. Fragen seitens der Bürgerschaft wurden beantwortet.

11.08.2021
Die Evaluation der beiden Standorte ist fertiggestellt. Aufgrund der vorliegenden Fakten spricht sich der Schulrat einstimmig für die Variante Neubau in Arnegg aus.

31.08.2020 – Richtungsentscheid          
Ausserordentliche Schulbürgerversammlung: Es wurde beschlossen, für die beiden Varianten Ebnet Nord und Arnegg West Vorprojekte inkl. Kostenschätzungen auszuarbeiten. Für die Ausarbeitung der Vorprojekte wird ein Kredit in der Höhe von CHF 70’000.00 bereitgestellt. Der Auftrag für die Ausarbeitung der Vorpojekte hat der Schulrat an die Firma Schällibau AG Ingenieure und Architekten in Wattwil vergeben.

30.03.2020          
Schulbürgerversammlung, Vor-Abstimmung über je eine Variante in Andwil und in Arnegg – abgesagt infolge Pandemie Covid 19

23.03.2020          
Vorversammlung, Besprechung und Detailinformationen zum Arbeitspapier – abgesagt infolge Pandemie Covid 19

01.04.2019          
An der Schulbürgerversammlung wird der Standort Otmar für einen Neubau verworfen. Der Schulrat erhält den Auftrag, Varianten in Arnegg sowie am bestehenden Schulhaus Ebnet zu prüfen.

2018                     
Der neue Schulrat unternimmt in der Schulraumplanung einen neuen Anlauf und prüft erste Varianten. Gleichzeitig startet im Herbst der Umbau des Traktes C.

Oktober 2016             
Der Kredit für die Renovation des Traktes C im Schulhaus Ebnet wird an der Urne gutgeheissen.

Februar 2016            
Die Fusion der politischen Gemeinden Andwil und Gossau wird an der Urne verworfen

2011                     
Bereits in den Jahren 2011/12 hat sich der Schulrat mit der Schulraumplanung befasst. Die Resultate flossen in eine Marchbarkeitsstudie (ist auf der Internetseite der Schule abrufbar). Im Zusammenhang mit den Fusionsgesprächen zwischen der Stadt Gossau, der Gemeinde Andwil sowie der Schulgemeinde Andwil-Arnegg wurde die Schulraumplanung vorübergehend in den Hintergrund gestellt. Aufgrund der Dringlichkeit wurde die Erneuerung des Traktes C des Schulhauses Ebnet vorgezogen.

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